Ausstellungseröffnung: BILDPAARE
Fotografien von Peter Wissing
Ausstellungseröffnung am Freitag, 13.03.26 um 17.00 Uhr. Eintritt frei.
Ab dem 14. März präsentiert das Industrie- und Filmmuseum Wolfen die außergewöhnliche Fotoausstellung „Bildpaare“ von Peter Wissing. Darin korrespondieren paarweise zusammengestellte Fotos miteinander, ergänzen sich auf besondere Weise und eröffnen Räume für Geschichten, die das Einzelbild so nicht bietet. Zwischen den Bildern und dem Betrachter entwickeln sich Zwiegespräche, die durch die Wechselwirkung der Fotos geprägt und erweitert werden. Die Bildpaare ergänzen sich, stellen Gegensätze dar oder kombinieren Rätselhaftes miteinander. Das weckt Empfindungen und schafft Raum für Interpretationen.
"Fotografieren heißt Bedeutung verleihen“, schreibt die Kulturkritikerin Susan Sontag. Das gilt auch und besonders für Bildpaare. Wie sie gelesen werden, hängt von den Erfahrungen der Betrachterinnen und Betrachter ab und in welchen Erinnerungskontext sie die Bilder stellen. Besondere Bedeutung hat dabei die Bildlegende. Die Titel zu den Bildpaaren versuchen, eine Leserichtung vorzuschlagen und die beabsichtigten Intuitionen auszulösen. Die Fotos, besonders jedoch in der Kombination als Bildpaare geben nicht nur das Sichtbare wieder, sondern machen sichtbar. Sie überwinden das Dokumentarische und erzielen emotionale Wirkungen. Es geht darum, mit den Mitteln der Fotografie das Besondere im Alltäglichen deutlich zu machen.
Peter Wissing (Jg. 1940) ist promovierter Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler und war Hochschul-lehrer an der Martin-Luther-Universität in Halle. Er hat sich seit Jahrzehnten auf Porträtfotografie spezialisiert. Bereits in DDR-Zeiten konnte er Länder wie Syrien, Ägypten und andere im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit kennen lernen und hatte vielfältige zum Teil auch sehr persönliche Begegnungen mit den dort lebenden Menschen. Nach 1990 erweiterte der Fotograf mit privaten Reisen, insbesondere in den afrikanischen Raum, seinen „Fotohorizont“ wesentlich.
Seit Mitte der 1980er Jahre beschäftigt ihn besonders die Interaktion zwischen Einzelbildern
sowie zwischen Bild und Betrachter. Immer wieder wird der Fotograf von den Effekten verschiedener Bildzusammenstellungen überrascht. Seitdem sucht er nach wirkungsvollen Bildpaaren, ergänzt gezielt Einzelfotos oder fotografiert nach vorgefassten Ideen.



