Filme wiederentdeckt: Verwirrung der Liebe

Dienstag, den 24. November 2026 - 18:30 Uhr

Filme wiederentdeckt –Veranstaltungsreihe des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“ e.V. mit Unterstützung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.

am Dienstag, den 24. November 2026 - 18:30 Uhr

Leitung: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker, Berlin

VERWIRRUNG DER LIEBE (DEFA 1959, Farbfilm 107 min)

Erzählt wird die Liebesgeschichte zweier junger Paare. "Standesgemäß" geht der Maurer Edy (Stefan Lisewski) mit der Angestellten Siegi (Angelica Domröse) und der Medizinstudent Dieter (Willi Schrade) mit der Kunststudentin Sonja (Annekathrin Bürger). Auf dem Studentenfasching nimmt Dieter keine Notiz von seiner Freundin, weil er sie in ihrem Kostüm nicht erkennt. Dafür trifft er auf Siegi, von der er erst denkt sie wäre Sonja. Fortan kreisen seine Gedanken immer wieder um das Mädchen aus der Faschingsnacht, dass er gern wiedersehen möchte - auch wenn er es sich und Sonja nicht eingesteht. Sonja ist sehr traurig darüber, mag aber keine Eifersuchtsszenen, und bemüht sich ihren Kummer mit Vernunft zu bekämpfen. Durch einen Zufall begegnet sie Siegi und führt sie mit Dieter zusammen. Er soll selbst herausfinden, wer von ihnen ihm mehr bedeutet. Während eines gemeinsamen Ostseeurlaubs beschließen Siegi und Dieter, spontan zu heiraten. Inzwischen hat sich Siegis Freund Edy bei Sonja gemeldet. Er liebt 'seine Kleine' seit zwei Jahren und ist eifersüchtig auf all ihre männlichen Bekannten. Abgesehen davon ist er ein netter Kerl. Sonjas scheinbare Gelassenheit imponiert ihm, und auch sonst gefällt sie ihm zunehmend. Die beiden machen ebenfalls einen Ausflug, und zwar in die Sächsische Schweiz. Kurz darauf hält Edy um ihre Hand an. Für Sonja kommt das etwas überstürzt, wenngleich sie Sympathie für Edy hegt. Schließlich willigt sie aber ein. Siegi hat die Idee, Doppelhochzeit zu feiern, das Glück scheint perfekt. "Verwirrung der Liebe" war sein erfolgreichster Film, der in den Kinos der DDR ein Millionenpublikum begeisterte.

PROGRAMM

17.00 Finissage der Ausstellung „DEFA 80 – Filmplakate 1946 – 1990“      

18.30 – 18.45 Uhr

Begrüßung: Uwe Holz, Vorsitzender Industrie- und Filmmuseum e.V.

18.45 Uhr

VERWIRRUNG DER LIEBE

anschließend Filmgespräch mit der Hauptdarstellerin Annekathrin Bürger

Moderation: Paul Werner Wagner

 

ANNEKATHRIN BÜRGER wurde am 3. April 1937 in Berlin geboren. Ihr Vater war Zeichner bei der Ufa und Illustrator. Er beförderte den Beginn ihrer Karriere und ihre musische Entwicklung. Auch ihr späteres persönliches Engagement geht zurück auf den starken Gerechtigkeitssinn des Vaters. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Werbegestalterin und arbeitete am Stadttheater in Bernburg (Saale). Nachdem sie vom Regisseur Gerhard Klein für den Film entdeckt worden war, studierte sie von 1957 bis 1960 an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. In der Zeit von 1959 bis 1960 war sie am Deutschen Theater in Berlin engagiert, danach am Theater der Bergarbeiter Senftenberg (heute Neue Bühne Senftenberg). Von 1963 bis 1965 war sie Mitglied des DFF, von 1965 bis 2003 Mitglied des Ensembles der Volksbühne Berlin. Daneben spielte Bürger zahlreiche Rollen in Filmen der DEFA und des DFF unter bekannten Regisseuren wie Slatan Dudow, Frank Beyer und Hans-Joachim Kasprzik und trat als Chanson-Interpretin mit Texten von Bertolt Brecht auf. Im Fernsehen spielte sie bis 2007 im „Tatort Leipzig“ mit Peter Sodann eine Nebenrolle als Waschsalon- und Kneipenchefin. Bemerkenswert sind ihre Offenheit und direkte Art, auf Menschen zuzugehen, auch ihre Ausstrahlung als Persönlichkeit in einer Lesung, einer Filmrolle oder im Gespräch. Annekathrin Bürger "war die Traumfrau des Ostens. Mit ihrer französischen Schauspielerkollegin Brigitte Bardot wurde sie verglichen." (Berliner Kurier)

Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt 10,00 € und wird vor Beginn der Veranstaltung entgegengenommen. Um Anmeldung wird gebeten. Wir verschicken keine Anmeldebestätigungen!

Foto: DEFA-Stiftung, Eduard Neufeld

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