Filme wiederentdeckt: Lewins Mühle
Dienstag, 24.03.26; 18.30 Uhr
Filme wiederentdeckt –Veranstaltungsreihe des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“ e.V. mit Unterstützung vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
am Dienstag, den 24. März 2026 - 18:30 Uhr
Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Chemiepark, Areal A, Bunsenstr. 4, 06766 Wolfen,
Tel.: 03494 6996040 Mail: ifm@anhalt-bitterfeld.de
Eintritt: 10,00 Euro (Abendkasse), eine Reservierung wird empfohlen
Kurator: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker, Berlin
Levins Mühle (DEFA 1980, fa, 118 min)
Zum Inhalt: Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, in einem Dorf in Westpreußen. Dort leben Deutsche, Polen, Juden und Zigeuner. Der reiche deutsche Mühlenbesitzer Johann meint Sonderrechte zu haben. Der jüdische Bootsmüller Levin ist ihm ein Dorn im Auge. Er öffnet einfach das Wehr, sodass Levins Mühle weggeschwemmt wird. Die übrigen Dorfbewohner solidarisieren sich. Sie versuchen sich mit einer Klage vor Gericht zu wehren, ohne Erfolg. Die Klage wird abgewiesen, die Zigeuner werden verjagt, die polnischen Mühlenarbeiter entlassen, Josepha, die Predigersfrau, geht ins Wasser – zerbrochen an einer herzlosen Welt. Dennoch ist nicht alles beim Alten geblieben. Johann wird moralisch verurteilt. Der Aufenthalt im Dorf ist ihm verleidet. Er zieht weg in die Stadt. So ist sein Sieg auch eine Niederlage.
Ein farbenprächtiger Film mit großartigen darstellerischen Leistungen von Erwin Geschonneck, Christian Grashof, Kurt Böwe, Fred Düren, Elsa Grube-Deister, Katja Paryla, Käthe Reichel, Rolf Hoppe und Rolf Ludwig.
PROGRAMM
18.30 – 18.45 Uhr
Begrüßung: Uwe Holz, Vorsitzender vom Industrie- und Filmmuseum Wolfen e.V.
Einführung: Paul Werner Wagner
18.45 Uhr Filmvorführung Levins Mühle
anschließend Gespräch mit Christian Grashof
Moderation: Paul Werner Wagner
Christian Grashof, Jahrgang 1943, debütierte 1967 am Theater in Karl-Marx-Stadt. Seit 1970 gehört er dem Deutschen Theater in Berlin an und ist seit 2018 DT-Ehrenmitglied. Unvergesslich bleiben seine Hauptrollen in "Der entfesselte Wotan", “Michael Kramer“, "Dantons Tod", "Herzog Theodor von Gothland", "Die Rundköpfe und die Spitzköpfe" und "Die wahre Geschichte des Ah Q". Zu seinen wichtigsten Filmarbeiten gehören „Sechse kommen durch die Welt“ (DEFA 1972), "Broddi" (DFF 1975), "Levins Mühle" (DEFA 1980), „Mephisto (D/U 1981), "Insel der Schwäne" (DEFA 1983), "Besuch bei Van Gogh" (DEFA 1985), „Der Trinker“ (D 1995), „Willenbrock“ (D 2005), „Kryger bleibt Krüger“ (D-TV 2020) und „Krauses Weihnacht“ (D 2022). Seit 2000 ist er Mitglied der Akademie der Künste. Christian Grashof ist Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.
Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt 10,00 € und wird vor Beginn der Veranstaltung entgegengenommen.
Um Anmeldung wird gebeten. Wir verschicken keine Anmeldebestätigungen!
Foto: Levins Mühle ©DEFA-Stiftung/Dieter Jaeger
