Veranstaltungskalender

Filme wiederentdeckt: Stein

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Filme wiederentdeckt -Veranstaltungsreihe des Fördervereins "Industrie- und Filmmuseum Wolfen" e.V. mit Unterstützung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld und der Stadtwerke Wolfen. 


STEIN

am Mittwoch, den 24. Januar 2018 - 18:30 Uhr

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Chemiepark, Areal A, Bunsenstr. 4, 06766 Wolfen, Tel.: 03494/636446                              

Leitung: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker, Berlin

 

Stein (DEFA 1991, fa, 109 min)

Regie: Egon Günther; Drehbuch: Helga Schütz, Egon Günther; Kamera: Erich Gusko;                            
Musik: Kar-Ernst Sasse; Darsteller: Rolf Ludwig, Franziska Herold, Evelin Dahm, Uwe Dag Berlin, Jaecki Schwarz, Katja Paryla, Margit Bendokat
 

DDR-Bühnenstar Ernst Stein bricht am 21. August 1968 aus Protest gegen den Einmarsch der Sowjet- und DDR-Truppen in die CSSR mitten in einer Aufführung ab, verlässt die Bühne für immer, zieht sich in seine alte Villa in Berlin-Wilhelmsruh zurück und verbringt dort ein Leben zwischen Traum und Wahnsinn. Er öffnet keine Briefe mehr, führt stundenlange Telefonate mit einer imaginierten Geliebten in Italien, erhält nur Besuch von Jugendlichen und Kindern, die den Alten behüten und denen seine Villa ein Refugium der freien Entfaltung bietet, woraus schließlich die Opposition gegen den Obrigkeitsstaat entsteht, die zum Ende der DDR führt. Doch als die Mauer fällt, stirbt Stein.

Auf dem Internationalen Filmfestival in Viareggio wurde Rolf Ludwig 1991 mit dem Federico-Fellini-Preis als bester Darsteller ausgezeichnet. Die Kritik sah in Stein Egon Günthers "vielleicht persönlichste[n] Film, in dem er auf poetisch erregende Weise mit der deutschen Vergangenheit abrechnet." Der Wende-Film, könne jedoch auch zeitlos "einfach ein Film über das Altern eines Mannes sein." Stein  sein "ein Sinnbild für die raren Refugien der Selbstbewahrung in einer Gesellschaft der kontrollierten Gemeinschaften" geschaffen habe. Mit "Stein" möchten wir an den großartigen Regisseur Egon Günther erinnern, der am 31. August 2017 im Alter von 90 Jahren verstorben ist.  


PROGRAMM                                                                                 

18:30

Begrüßung: Horst Kühn, Vorsitzender Industrie- und Filmmuseum Wolfen e.V.

Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

 

Filmvorführung                                Stein                                                                                    

 

anschließend Filmgespräch mit dem Hauptdarstellerin FRANZISKA GÜNTHER 


Franziska Günther, geborene Herold, studierte Kulturwissenschaft und Russistik in Berlin und Sankt Petersburg. Noch während ihres Studiums wurde ihr die weibliche Hauptrolle in Egon Günthers Spielfilm "Stein" übertragen. Sie wirkte noch in zwei weiteren Filmen von Egon Günther mit: "Lenz. Ich aber werde dunkel sein" (1992) und "Die Braut" (1999). Sie heiratete Egon Günther und ist Mutter einer gemeinsamen Tochter. Franziska Günther arbeitete zuerst als Journalistin und  danach lange als Lektorin im Aufbau Verlag, wo  sie jetzt verantwortlich als Verlagsleiterin Sachbuch tätig ist.

 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Gespräche im kleinen Kreis beim Imbiss fortzusetzen.

Wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich verbindlich anzumelden. (per Email unter: info@ifm-wolfen.de oder telefonisch 03494-636446).                                                          

Bitte benachrichtigen Sie uns, wenn Ihnen trotz Ihrer Anmeldung eine Teilnahme unmöglich wird, da sonst Ausfallgebühren entstehen. Wir verschicken keine Anmeldebestätigungen!

Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt 7,00 € und wird vor Beginn der Veranstaltung entgegengenommen.   


Foto: STEIN_5_Copyright_DEFA-Stiftung_Heinz_Pufahl_Erich_Gusko

 

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