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Filme wiederentdeckt: Irgendwo in Berlin


Filme wiederentdeckt -Veranstaltungsreihe des Fördervereins "Industrie- und Filmmuseum Wolfen" e.V. mit Unterstützung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld und der Stadtwerke Wolfen. 

 

IRGENDWO IN BERLIN

am Donnerstag, den 30. November 2017 - 18:30 Uhr

ACHTUNG!

Aufgrund der großen Nachfrage findet die Veranstaltung im Kulturhaus Wolfen, Puschkinplatz 3, 06766 Wolfen statt.

Deshalb nehmen wir ab sofort noch Anmeldungen entgegen!


Tel.: 03494/636446  (Industrie- und Filmmuseum Wolfen)                              

Leitung: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker, Berlin

  

Irgendwo in Berlin (DEFA 1946, s/w, 85 min)

Drehbuch und Regie: Gerhard Lamprecht, Kamera: Werner Krien, Musik: Erich Einegg, Darsteller: Charles Knetschke (Brauer), Harry Hindemith, Hedda Sarnow, Paul Bildt, Fritz Rasp, Lotte Loebinger, Hans Leibelt, Walter Blum,

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs : Berlin liegt in Trümmern. Die Kinder nutzen die Trümmerlandschaft als großen Abenteuerspielplatz, auf dem sie Verstecken spielen. Mit Feuerwerkskörpern, die sie gegen zu Hause gestohlene Lebensmittel bei Schwarzhändler  Birke eintauschen, spielen sie Krieg. Unter den Kindern sind auch der elfjährige Gustav Iller, der zusammen mit seiner Mutter auf die Rückkehr des Vaters wartet, und der gleichaltrige Willi, der beide Elternteile im Krieg verloren hat. Die Jungen sind befreundet, auch wenn Gustavs Mutter dies kritisch sieht, unterstützt Willi den skrupellosen Schieber Birke doch bei seinen Geschäften. Gustav und seine Mutter hoffen, dass mit der Rückkehr des Vaters die zerstörte Großgarage, die sich im Besitz der Familie befindet, wieder aufgebaut und somit ein Neuanfang geschaffen werden kann. Als Vater Iller jedoch aus der Kriegsgefangenschaft  zurückkehrt, ist er ein seelisches Wrack, das zu keinem Neuanfang fähig und bereit ist. Vater Iller wird zum Gespött von Nachbarn, Bekannten sowie der Kinder unter Anführer "Kapitän". Gustav will sich mit ihm anlegen und wird von Willi unterstützt. Der will der Familie helfen und bringt ihr ein Lebensmittelpaket. Als Birke erfährt, dass Willi aus seinen Beständen gestohlen hat, reagiert er wütend. Willi flüchtet daraufhin zum verständnisvollen Maler Eckmann. Als die Gruppe um Kapitän Willi als Feigling bezeichnet, will der seinen Mut beweisen und erklettert eine Hausruine. Er stürzt ab und stirbt kurz danach. Die Kinder reagieren bestürzt und auch die Erwachsenen werden aus ihrer Lethargie gerissen. Gemeinsam beginnen sie nun mit dem Wiederaufbau der Großgarage.


PROGRAMM                                                                                 

18:30  

Begrüßung: Horst Kühn, Vorsitzender Industrie- und Filmmuseum Wolfen e.V.

Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker

 

Filmvorführung: Irgendwo in Berlin

anschließend Filmgespräch mit dem Hauptdarsteller CHARLES BRAUER 

Charles Brauer, der 1952 den Geburtsnamen seiner Mutter annahm, spielte mit 11 Jahren im Nachkriegsdrama "Irgendwo in Berlin"  (1946) seine erste Filmrolle. Später nahm er Schauspielunterricht an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel  in Berlin. Prägend war ab 1954 seine Zeit am Deutschen Schauspielhaus  in Hamburg unter Gustaf Gründgens , er gehörte danach 20 Jahre zum Ensemble . Bereits als junger Mann von 25 Jahren schrieb er mit seiner Rolle des Heinz Schölermann, Sohn des Familienchefs Matthias Schölermann (Willy Krüger), Fernsehgeschichte in der ersten deutschen Familienfernsehserie "Familie Schölermann" .  Besondere Bekanntheit erreichte er von 1986 bis 2001 an der Seite von Manfred Krug  als singender ("Swinging Cops") Hamburger Tatort-Kommissar Peter Brockmöller. Außerdem verkörperte er den Direktor Hartlaub in der ZDF-Serie "Unser Lehrer Doktor Specht" . In der Serie "Samt und Seide"  spielte er den Direktor eines Augsbruger  Textilunternehmens. Im Oktober 2004 folgten Lesungen aus den Romanen Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla und Sein letzter Fall des schwedischen Autors Håkan Nesser. In den Jahren 1993 und 1994 moderierte Brauer das RTL -Vermisstenmagazin Spurlos, das mit über 5 Millionen Zuschauern sehr erfolgreich war. Charles Brauer ist auch ein gefragter Synchronsprecher.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Gespräche im kleinen Kreis fortzusetzen.

 


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