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Foto-Ausstellung "Projekt 70/85"

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vom 17. September bis 5. November im Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 17. September 2017, 14 Uhr sind Interessierte herzlich willkommen!

Analogfotografie kann eine ganz eigene Patina haben. Das offenbart die Ausstellung "Projekt 70" des Schorndorfer Fotografen Ralf Tossenberger im Industrie- und Filmmuseum Wolfen.

Die Fotoreihe zeigt 71 auf Zelluloid gebannte Gesichter von Menschen aus 71 Jahrgängen - von jenem Jahr an, an dem das Haltbarkeitsdatum der Agfa Isopan Filme aus Wolfen eigentlich abgelaufen war: August 1944.

Durch das besonders hohe Alter der Filmrollen kamen dabei nicht nur Abbildungen der Fotografierten zustande. 70 Jahre haben auf den Filmen ihre Spuren hinterlassen, die wiederum an den Bildern abzulesen sind. Alle Bilder haben eine grobe Körnung, manche sind mit einer marmorartigen Struktur überzogen - eine analoge Patina die vielen Betrachtern im Zeitalter der digitalen Hochauflösung ein besonderes Vergnügen bereitet.

Jeder portraitierte Jahrgang wird um die Nennung eines herausragenden Ereignisses im entsprechenden Jahr untertitelt - in praxisnahmen Unterricht von den Schülerinnen und Schülern der Schorndorfer Gottlieb-Daimler-Realschule recherchiert und ausgewählt.

Noch deutlichere Spuren haben die über 85 Jahre alten, mit "Februar 1932" bedruckten, Agfa Isochrom Filme zu bieten. Eingesetzt für aktuelle Aufnahmen rund um das Industrie- und Filmmuseum Wolfen, dokumentieren die immer noch einsatzfähigen Rollfilme ihren Entstehungsort nun zig Dekaden später.

Räumlich separat zu den Portraits werden diese besonders morbiden Bilder im Zusammenspiel mit Werbung für Agfa-Filme aus der Vorkriegszeit unter dem Titel "Projekt 85" ebenfalls zur Schau gestellt.

Nach aktuellen Kenntnisstand gibt es weltweit keine weitere Ausstellung in der solch altes Filmmaterial für aktuelle Fotografien eingesetzt wurde!


Über den Künstler:

Ralf Tossenberger ist ein "Fotograf aus Leidenschaft", der sich gerne abseits der üblichen Szenerie bewegt und ausgiebig mit analogem Filmmaterial experimentiert. Egal, ob mit Glasplatten von 1880, Kodak High-Recording von 1980 oder Harmann Direct von heute. Verschiedenste zum Filmformat passende Kameras kommen bei ihm zum Einsatz, von der kleinen Eljy bis hin zu einem für diese Zwecke umgebauten Bauwagen.

Weitere Informationen zu Ralf Tossenberger finden Sie im Internet unter: http://www.lichtzeitblende.de/
 

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